Häufig gestellte Fragen
  1. Was ist der Hintergrund der Studie?

  2. Was sind die Ziele der Studie?

  3. Was versteht man unter "Organisationsprofil"?

  4. Was soll im Einzelnen untersucht werden?

  5. Wie profitieren die Behörden/Organisationen von der Teilnahme an der Studie?

  6. Wie profitieren die Bundesländer von der Teilnahme an der Untersuchung?

  7. Welche Studienregionen sind für die Untersuchung vorgesehen?

  8. Welche Organisationen werden in die Studie einbezogen?

  9. Welche Methoden kommen zum Einsatz? Wie hoch ist der Zeitaufwand?

  10. Welche Einsatzkräfte sollen untersucht werden?

  11. Wie viele Einsatzkräfte sollen untersucht werden?

  12. Wie können möglichst viele Einsatzkräften zur Teilnahme motiviert werden?

  13. Sollen in beiden Erhebungswellen dieselben Einsatzkräfte befragt werden?

  14. Wie viele Führungskräfte sollen interviewt werden?

  15. Ist der Datenschutz gewährleistet?

  16. Kann eine Behörde bzw. Organisation eine eigene Auswertung und somit Ergebnisse erhalten, die sich ausschließlich auf ihr spezifisches Profil beziehen?

  17. Welche Aufgaben haben die teilnehmenden im Zusammenhang mit der Studie?

  18. Welche Kosten entstehen den teilnehmenden Behörden/Organisationen durch die Untersuchung?

  19. Was ist eine Steuerungsgruppe, wie setzt sie sich zusammen und welche Aufgaben hat sie?

  20. Werden vom Projektteam vorab Informationen zur Organisation/Behörde bzw. zum Personal benötigt?

  21. An wen wende ich mich bezüglich weiterführender Informationen zum Forschungsprojekt?



1. Was ist der Hintergrund der Studie?

Gesundheit und Engagement sind bedeutende Determinanten der Einsatzfähigkeit der Einsatzkräfte in der polizeilichen und nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr der Bundesrepublik Deutschland.

Aspekte der körperlichen und psychischen Gesundheit von Einsatzkräften werden von einem breiten Spektrum einsatzbezogener und arbeitsorganisatorischer Belastungen auf der einen Seite sowie den Zugängen zu (sozialen) Ressourcen innerhalb der Einsatzorganisation auf der anderen Seite beeinflusst.

Ergebnisse vorangegangener eigener Forschungsprojekte im Kontext der Psychosozialen Notfallversorgung (im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, Bundesamt für Bevölkerungs-schutz und Katastrophenhilfe) für Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bundespolizei unterstreichen die Notwendigkeit einer umfassenden Primärprävention für die Stärkung der Widerstandskraft gegenüber beruflichen und ehrenamtlichen Belastungen. Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte beginnt daher nicht erst mit einem potenziell traumatisierenden Einsatz. Darauf deuten beispielsweise folgende Ergebnisse unserer Studien hin:

  • Arbeitsorganisationsbezogene Hindernisse im (Einsatz-)Alltag haben nach der Mehrzahl der Befunde die größte Bedeutung als Belastungsquellen.
  • Die vergleichsweise häufig thematisierten einsatzbezogenen Extrembelastungen werden dagegen vergleichsweise selten erlebt.
  • Ungünstige arbeitsorganisatorische Rahmenbedingungen stehen mit höheren Burnoutraten und verringertem körperlichen und psychischen Wohlbefinden in Verbindung.
  • Wahrgenommene soziale Unterstützung von Vorgesetzten scheint sich direkt ab-schwächend auf Burnout und eingeschränktes Wohlbefinden auszuwirken, kollegiale Unterstützung stellt eher einen Belastungspuffer dar.

Nationale und internationale Studien liefern Erkenntnisse, wonach besonders jene Einsatzkräfte aus extrem belastenden Einsatzen mit psychischen Traumafolgeschäden hervorgehen, die bereits im Vorfeld durch Anforderungen und Belastungen im Einsatzalltag sowie durch bestimmte Merkmale der organisations- und arbeitsbezogenen Rahmenbedingungen belastet sind.

Der Nachteil der im deutschen und internationalen Raum vorliegenden Studien besteht je-doch darin, dass bisher ausschließlich einzelne Teilaspekte arbeitsorganisatorischer Rah-menbedingungen oder Einsatzsituationen zu einem Messzeitpunkt betrachtet wurden (soge-nannte Querschnittstudien), nicht jedoch die Auswirkungen organisationsspezifischer "Konstellationen" (so genannter Organisationsprofile). Es fehlen daher Untersuchungen über die komplexen Zusammenhänge von Arbeits- und Organisationsmerkmalen und deren langfristi-gen Auswirkungen auf die Gesundheit und Einsatzfähigkeit von Einsatzkräften. Diese Lücke soll mit dem geplanten Forschungsvorhaben, welches als Längsschnittstudie mit zwei Messzeitpunkten in einem Zeitraum von 2,5 Jahren angelegt ist, geschlossen werden.

2. Was sind die Ziele der Studie?

Das übergeordnete Ziel besteht in der Erarbeitung von praxisorientierten wissenschaftlichen Grundlagen, die dem Erhalt der Einsatzfähigkeit und der Gesundheit von haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften im Bevölkerungsschutz dienen.

Das Ziel des Forschungsprojektes besteht insbesondere in der Erarbeitung von behörden- und organisationsübergreifenden Standards für "gesunde" und "Engagement fördernde" Konstellationen in Einsatzorganisationen. Gegenstand der Untersuchung sind daher Belastungen und Ressourcen, die einen Einfluss auf Gesundheit und Einsatzkraft haben.

Die Ergebnisse sollen in konkreten Hilfen für Führungskräfte in Einsatzorganisationen münden, um jeweils organisationsspezifische Konstellationen (Organisationsprofile) von Stressoren und Ressourcen zu analysieren und zu verändern, die sich langfristig mindernd auf die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit auswirken, aber auch das dauerhafte berufliche und ehrenamtliche Engagement der eigenen Einsatzkräfte beeinträchtigen und somit jährlich vermeidbare Kosten (z. B. Nichtausschöpfung von Ausbildungsinvestitionen durch Ausstieg aus dem Ehrenamt bzw. Fehlzeiten oder innere Kündigung im Hauptamt) verursachen.

3. Was versteht man in der Arbeitswissenschaft unter "Organisationsprofil"?

Der Begriff Organisationsprofil ist relativ weit verbreitet; zumeist wird darunter die Struktur einer Organisation verstanden, die häufig in einem Organisationsorganigramm abgebildet wird. Die Kombination "harter" struktureller und "weicher" psychologischer und sozialer Merkmale ergibt ein genaueres Bild von Organisationen und ihren Rahmenbedingungen.

Organisationen unterscheiden sich zunächst einmal aufgrund ihrer übergeordneten Ziele und Aufgaben (z. B. polizeiliche, nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr). Darüber hinaus können ein-zelne Organisationen (aber auch Gruppen von Organisationen, z. B. die Gruppe der Feuerwehren in einem Bundesland) durch Merkmale der jeweiligen Organisationskultur- und des Organisationsklimas beschrieben werden.

Die unterschiedliche Ausprägung von einzelnen Organisationskultur- oder Klimamerkmalen bzw. das jeweilige Muster, das sie gemeinsam bilden, umschreiben dabei das Organisationsprofil einer Organisation (bzw. Organisationsgruppe).

4. Was soll im Einzelnen untersucht werden?

Es werden Anforderungen und Belastungen sowie Organisationsprofile in unterschiedlichen Einsatzorganisationen in der Gefahrenabwehr sowie ihre kurz- und langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Engagement der Einsatzkräfte untersucht. Eine besondere Rolle kommt dabei den Merkmalen des Organisationsklimas zu.

Dabei werden die Besonderheiten von hauptamtlicher Arbeit im Unterschied zum ehrenamtlichen Engagement sowie von dienstespezifischen (bezogen auf Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst) und regionalen Kulturen (Ost-West-, Nord- Süd- und Stadt-Land-Vergleich) berücksichtigt. Hierbei sollen jedoch nicht nur die gesundheitlichen Folgen extremer Einsatzer-fahrungen im Mittelpunkt stehen.

5. Wie profitieren die Behörden/Organisationen von der Teilnahme an der Studie?

Die frühzeitige Rückmeldung von Ergebnissen der Untersuchung zu allgemein belastungsrelevanten bzw. engagementförderlichen Profilen ermöglicht es den Verantwortlichen, even-tuell. erforderliche komplexe Optimierungsprozesse im Gesamtsystem der Behörden und Organisationen einzuleiten. Bisherige Untersuchungen erlaubten noch keine Aussagen zum Zusammenwirkungen unterschiedlicher Belastungen und Ressourcen.

Wird eine spezifische Einzelauswertung der eigenen Behörde bzw. Organisation gewünscht, so sollte dies mit der Projektleitung frühzeitig geklärt werden.

6. Wie profitieren die Bundesländer von der Teilnahme an der Untersuchung?

Die politisch Verantwortlichen in den teilnehmenden Bundesländern profitieren von der vergleichenden Analyse der unterschiedlichen Behörden und Organisationen im kooperativen und arbeitsteiligen System der Gefahrenabwehr in ihrem jeweiligen Bundesland. Es ergeben sich differenzierte und mehr oder weniger prioritäre Veränderungsbedarfe. Weitere Bundesländer könnten von der Übertragbarkeit auf ihre Struktur in den Bereichen profitieren, in denen vergleichbare Strukturen auch vergleichbare Optimierungsprozesse nahe legen.

7. Welche Studienregionen sind für die Untersuchung vorgesehen?

Da ein breites Spektrum vom Arbeits- und Organisationsprofilen über das Bundesgebiet verteilt anzutreffen ist, sollen im Verlauf der Untersuchung auch potenzielle Unterschiede sowohl zwischen ländlichem Raum und Städten/Ballungsräumen als auch zwischen Nord- und Süddeutschland bzw. Ost- und Westdeutschland herausgearbeitet werden. Daher wurden als mögliche Studienregionen die Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (jeweils Untersuchung im ländlichen Raum) ausgewählt. Für die Untersuchung im städtischen Bereich sind die Städte Hamburg, Bremen, Stuttgart, Freiburg, Chemnitz, Leipzig, Erfurt, Berlin und Frankfurt/Main vorgesehen.

In den genannten Studienregionen wurden die jeweils zuständigen Entscheidungsträger und Vertreter von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW angeschrieben, über das Vorha-ben informiert und um Mitwirkung gebeten.

8. Welche Organisationen werden in die Studie einbezogen?

Die Besonderheit der Untersuchung besteht darin, dass verschiedene behörden- und organisationsspezifische Konstellationen von Stressoren und Ressourcen (sogenannte Organisationsprofile) über einen längeren Zeitraum untersucht und miteinander verglichen werden sollen. Deshalb werden sowohl Einsatzkräfte als auch Führungskräfte der Polizei (Landespoli-zei und Bundespolizei), des Rettungsdienstes, der Feuerwehr (Freiwillige Feuerwehr und Berufsfeuerwehr) und des Technischen Hilfswerkes untersucht.

9. Welche Methoden kommen zum Einsatz? Mit welchem Zeitaufwand ist zu rechnen?

Die Studie setzt sich zusammen aus einer schriftlichen Erhebung bei Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei und des THW sowie Interviews mit ausgewähl-ten Führungskräften der jeweiligen Organisationen oder Behörden.

Bei der schriftlichen Erhebung handelt es sich um einen ca. 15-seitigen Fragebogen zu tätigkeitsbezogenen Anforderungen und Belastungen, der von den Einsatzkräften zu zwei verschiedenen Zeitpunkten (erste Erhebungswelle im 4. Quartal 2006, zweite Erhebungswelle voraussichtlich im 4. Quartal 2007) in ca. 30 Minuten ausgefüllt werden kann.

Um zwischenzeitliche Entwicklungen und Veränderungen abbilden zu können, werden möglichst viele der Einsatzkräfte, die an der ersten Erhebungswelle beteiligt waren, auch zum zweiten Zeitpunkt befragt. Darüber hinaus wird bei der zweiten Erhebungswelle auch eine "neue Generation" von Einsatzkräften in die Befragung erstmalig und einmalig befragt.

Die Interviews mit den Führungskräften (ca. eine Stunde pro Interview) werden hingegen nur einmalig durchgeführt (voraussichtlicher Zeitpunkt 1. Quartal 2007). Sie können je nach Wunsch persönlich oder telefonisch erfolgen.

Somit ergeben sich eine Untersuchungsgruppe, die in der Gesamtlaufzeit zweimal befragt wurde (Längsschnittstudie) und zwei Stichproben, von denen nur jeweils ein Messzeitpunkt vergleichend ausgewertet wird (Querschnittstudie).

10. Welche Einsatzkräfte sollen untersucht werden?

Wir sind sehr daran interessiert sowohl für die Feuerwehr, die Polizei, als auch für den Rettungsdienst und das THW ein jeweils möglichst breites Spektrum an tätigkeitsspezifischen Anforderungen abzubilden. Bei den Einsatzkräften soll eine möglichst merkmalsrepräsentative und damit große Stichprobe hauptamtlicher und ehrenamtlicher Einsatzkräfte der polizeili-chen und nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, THW) in der Bundesrepublik Deutschland untersucht werden. Deshalb würden wir gern Einsatzkräfte aus allen Bereichen der jeweiligen Dienste als Studienteilnehmer/-innen gewinnen.

11. Wie viele Einsatzkräfte sollen untersucht werden?

Aufgrund der methodischen Überlegungen wäre eine Mindestgruppengröße von ca. 200 Studienteilnehmern/-innen je Organisation/Behörde und Studienregion (Stadt/Landkreis), die zu beiden Erhebungswellen antworten, wünschenswert.

Da erfahrungsgemäß in Studien mit mehreren Erhebungswellen (Längsschnittstudien) immer mit "Aussteigern" (z. B. durch Ortswechsel, mangelndes Interesse, Pensionierung, Mutterschutz, Urlaub) zu rechnen ist, sollten deshalb aus Gründen der angestrebten Aussagekraft für die erste Erhebungswelle nach Möglichkeit etwa 500 Einsatzkräfte je Organisation/Behörde und Studienregion teilnehmen. Insgesamt möchten wir jedoch keine konkrete maximale gewünschte Personenzahl angeben. Wie bei allen wissenschaftlichen Untersuchungen gilt: Je mehr Personen teilnehmen, desto repräsentativer werden die Ergebnisse.

12. Wie können möglichst viele Einsatzkräften zur Teilnahme motiviert werden?

Erfahrungen aus den vorangegangenen Erhebungen erbrachten - berücksichtigt man die Verteilung ohne persönliche Erinnerungsschreiben - durchschnittliche, aber auch gute bis sehr gute Rücklaufquoten von bis zu 49%. Dabei spielten folgende Faktoren sicher eine motivierende Rolle:

  • die Zusicherung der vollständigen Anonymität,
  • die wahrgenommene Praxisrelevanz der Studie und Fragenbereiche - durch Feldkompetenz im Projekt, Voruntersuchungen sowie fachliche Begleitung der Steuerungsgruppe und Projektbegleitenden Arbeitskreise am Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK),
  • die Länge bzw. Kürze des Fragebogens,
  • die Unterstützung der Erhebung durch Führungskräfte,
  • das deutliche Interesse der Verantwortlichen innerhalb der Organisation an Hinwei-sen auf Optimierungsmöglichkeiten,
  • das Interesse der Einsatzkräfte an den Ergebnissen,
  • die Zusicherung, die Ergebnisse in allgemeinverständlicher Form zugesendet zu bekommen.

Um jedoch die Belastungen der Einsatzkräfte durch Untersuchungen dieser Art möglichst gering zu halten, wurden bisher wenig oder nicht untersuchte Studienregionen und Behörden bzw. Organisationen der Gefahrenabwehr ausgewählt.

13. Sollen in beiden Erhebungswellen dieselben Einsatzkräfte befragt werden?

Die schriftliche Erhebung (Fragebogen) bei den Einsatzkräften erfolgt zu zwei verschiedenen Zeitpunkten (erste Erhebungswelle im 4. Quartal 2006, zweite Erhebungswelle voraussichtlich im 4. Quartal 2007). Um zwischenzeitliche Entwicklungen und Veränderungen abbilden zu können, werden die Einsatzkräfte, die an der ersten Erhebungswelle beteiligt waren, auch zum zweiten Zeitpunkt befragt. Darüber hinaus werden bei der zweiten Erhebungswelle auch "neue" interessierte Einsatzkräfte in die Befragung einbezogen, während es vorkommen kann, dass Einsatzkräfte der ersten Erhebung nicht mehr teilnehmen können oder möchten.

14. Wie viele Führungskräfte sollen interviewt werden?

Hinsichtlich der Auswahl und Anzahl der zu interviewenden Führungskräfte aus den verschiedenen Organisationen und Behörden findet derzeit innerhalb der Projektgruppe der fachliche Klärungsprozess statt, so dass hier vorerst noch keine konkreten Angaben möglich sind. Voraussichtlich wird sich die Mindestteilnehmerzahl jedoch auf ca. 20 Führungskräfte belaufen, so dass nicht zwangsläufig bei jeder an der Studie beteiligten Organisation oder Behörde auch ein Führungskräfteinterview durchgeführt wird. Wichtig erscheint auch hier, eine möglichst große Vielfalt abzubilden.

15. Ist der Datenschutz gewährleistet?

Selbstverständlich werden die Angaben in den Fragebögen bzw. die Aussagen der Interviews streng vertraulich behandelt. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt in erprobter anonymisierter Form. Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Organisationen/Behörden sind somit nicht möglich. Hinsichtlich weiterer organisationsinterner Belange sichern wir selbstverständlich ebenfalls vollständigen Datenschutz zu.

16. Kann eine Behörde bzw. Organisation eine eigene Auswertung und somit Ergebnisse erhalten, die sich ausschließlich auf ihr spezifisches Profil beziehen?

Zunächst stehen die grundsätzlichen wissenschaftlichen Fragen zum Einfluss von Organisationsprofilen auf Gesundheit und Engagement im Einsatzwesen allgemein sowie die übergeordneten Stichprobenvergleiche (Hauptamt vs. Ehrenamt; Vergleich Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Ost vs. West; Nord vs. Süd) im Vordergrund. Es können jedoch auch Einzelauswertungen am Ende der Projektlaufzeit erfolgen. Hierzu bedarf es frühzeitiger Absprachen mit der Projektleitung, um entsprechende Ressourcen planen zu können.

17. Welche Aufgaben haben die teilnehmenden im Zusammenhang mit der Studie?

Die durch die zweimalige Befragung der Einsatzkräfte und die Führungskräfte-Interviews entstehenden administrativen Aufgaben sind erfahrungsgemäß gering und beschränken sich auf den befristeten Befragungszeitraum. Unterstützung erhoffen wir uns bei der logistischen und technischen Organisation der Aushändigung und Rücksendung der Fragebögen (z. B. über interne Verteiler). Unsere Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass dies ohne großen personellen Aufwand zu bewerkstelligen ist. Darüber hinaus wäre es sehr hilfreich, wenn jede Einsatzorganisation eine Person benennt, die dem Projektteam als Ansprechpartner/-in zur Verfügung steht und organisationsintern als Multiplikator für das Forschungsprojekt fungiert. Dies beinhaltet zum einen die Teilnahme an den halbjährlich stattfindenden Treffen der Steuerungsgruppe (siehe dazu auch "Aufgaben der Steuerungsgruppe") sowie die dementsprechende Weitergabe der Informationen über Inhalte, Zeitplan und Ablauf der Erhebung an die eigenen Einsatzkräfte aber auch weitere interne Gremien wie Personalrat, Betriebsrat etc. Dabei sichern wir dem/der Ansprechpartner/-in natürlich unsere volle Unterstützung durch persönliche Anwesenheit und Information zu.

18. Welche Kosten entstehen den teilnehmenden Behörden/Organisationen durch die Untersuchung?

Durch die Untersuchung entstehen den teilnehmenden Behörden und Organisationen keine zusätzlichen Kosten! Reisekosten zu den Treffen der Steuerungsgruppe trägt das Projekt, sofern sie nicht behördenintern übernommen werden.

19. Was ist eine Steuerungsgruppe, wie setzt sie sich zusammen und welche Aufgaben hat sie?

Die jeweilig von den an der Untersuchung teilnehmenden Behörden und Organisationen zu benennenden Ansprechpartner/-innen treffen halbjährlich in einem halb- bis eintägigen sogenannten "Steuerungsgruppentreffen" an einem zentralen Ort in der Bundesrepublik Deutschland zusammen. Die Steuerungsgruppentreffen dienen dem fachlichen Austausch und der operativen Planung. Diese betrifft einerseits die Schaffung von Akzeptanz der Einsatzkräfte durch Informationsvermittlung sowie andererseits die Planung der Verteilung der Fragebögen unter Berücksichtigung dienstlicher Belange und terminlicher Besonderheiten der Einsatzorganisationen.Die Steuerungsgruppenmitglieder sollten die Funktion von Moderatoren wahrnehmen, die den notwendigen fachlichen und praktischen Informationstransfer zwischen Projektteam und Behörde/Organisation gewährleisten und dazu beitragen, Reibungsverluste und Mehrbelastungen auf beiden Seiten zu vermeiden oder so gering wie möglich zu halten. Zugleich sollten sie als Multiplikatoren auch (Zwischen-)Ergebnisse im Dienste einer raschen Rückmeldung in die Behörden und Organisationen zurückmelden. Je nach Anreiseweg ist für die Treffen der Steuerungsgruppe jeweils ein voller Arbeitstag anzusetzen.

20. Werden vom Projektteam vorab Informationen zur Organisation/Behörde bzw. zum Personal benötigt?

Sollten Sie uns vorab Informationen zur Organisation/Behörde bzw. zum Personal übermitteln können, wären wir Ihnen sehr dankbar. Die Kenntnis der Grundgesamtheit und administrativer Hintergründe ermöglicht uns die Planung der Anzahl der zu verteilenden Fragebögen aber auch die Einschätzung der Repräsentativität der Ergebnisse. Wir sichern Ihnen vollständigen Datenschutz hinsichtlich interner Belange zu. Weitere Absprachen hierzu erfolgen detailliert in der Steuerungsgruppe.

21. An wen wende ich mich bezüglich weiterführender Informationen zum Forschungsprojekt?